

25. Juni 2026
Am 23. Juni unterzeichneten Hamburg Port Authority (HPA) und SPG Qingdao Port Group offiziell eine Hafenpartnerschaftsvereinbarung in Qingdao. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Häfen weiter zu festigen und den Erfahrungsaustausch sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Hafenentwicklung zu vertiefen. Künftig werden sich beide Seiten intensiv unter anderem zu den Themen Hafenplanung, nachhaltige Entwicklung und multimodaler Verkehr austauschen, voneinander lernen und gemeinsam Verbesserungen erzielen.
Bereits 2016 hatten Hamburg Port Authority und Qingdao Port Group eine Absichtserklärung über strategische Zusammenarbeit unterzeichnet; 2025 einigten sich beide Seiten zudem auf die gemeinsame Einrichtung einer „Green Shipping Corridor“-Initiative. Die nun offiziell begründete Hafenpartnerschaft markiert einen neuen Abschnitt in der Zusammenarbeit und stellt zugleich eine kontinuierliche Vertiefung sowie institutionelle Verstetigung der bisherigen Kooperationserfolge dar.
Die Unterzeichnung der Hafenpartnerschaftsvereinbarung ist ein wichtiges Ergebnis der Roadshow, die die Hamburg Port Delegation vom 22. bis 26. Juni in China durchführte. Ziel dieser Roadshow war es, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und dem Hamburger Hafen weiter zu vertiefen.
Im Rahmen der Veranstaltungen organisierte die Hamburger Delegation in Qingdao ein „Deutsches Logistik- und Supply-Chain-Rundtischgespräch“ und anschließend in Shanghai gemeinsam mit dem Chinesischen Hafenverband ein „Chinesisch-Deutsches Logistik- und Supply-Chain-Rundtischgespräch“. Dabei präsentierte sie den Teilnehmern umfassend die wirtschaftliche Stärke des Hamburger Hafens als Deutschlands größtem Universalhafen sowie seine führenden Kompetenzen im Bereich grüner, kohlenstoffarmer und innovativer Transportlösungen. Die Roadshow umfasste auch einen Auftritt auf der transport logistic Shanghai, der asiatischen Logistikmesse, und bot Hafenvertretern, Logistikunternehmen, Reedereien und Branchenpartnern aus China und Deutschland reichlich Gelegenheit für direkten Austausch.
Friedrich Stuhrmann, Chief Commercial Officer der Hamburg Port Authority (HPA), erklärte:
„Die enge Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern ist von großer strategischer Bedeutung für den Hamburger Hafen. Mit dieser Roadshow haben wir eine hervorragende Plattform für einen offenen Dialog über nachhaltige Logistik, widerstandsfähige Lieferketten und zukünftige Kooperationsprojekte geschaffen. Besonders die Etablierung der Hafenpartnerschaft mit der Qingdao Port Group zeigt, wie alle Beteiligten gemeinsam die Transformation der maritimen Branche vorantreiben und durch interkontinentale Zusammenarbeit gegenseitige Vorteile erzielen sowie zukunftsweisende Lösungen erarbeiten können.“
An der Roadshow nahmen Vertreter der Hamburg Port Authority (HPA), der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), der EUROGATE-Gruppe, der TSIT GmbH sowie der Hamburger Hafen Marketing e.V. (HHM) und damit wichtige Akteure der Hamburger Schifffahrts- und Logistikbranche teil.
Im Jahr 2025 blieb China der wichtigste Handelspartner des Hamburger Hafens. Der Containerumschlag zwischen Hamburg und China erreichte im gesamten Jahr 2,3 Millionen TEU. Im gleichen Zeitraum betrug das gesamte Seegüteraufkommen beider Seiten rund 19,9 Millionen Tonnen. Derzeit bestehen 17 regelmäßige Seefrachtlinien zwischen Hamburg und China, die ein effizientes und stabiles maritimes Logistiknetz bilden. Dazu gehören:
12 Containerschiffslinien sowie Stückgutlinien (Breakbulk), die auch für den Transport schwerer Güter geeignet sind,
1 RoRo-Schiffslinie, die neben Fahrzeugen auch Stückgut befördern kann.
Dank des dichten Liniennetzes und des leistungsfähigen Hafenlogistiksystems fungiert der Hamburger Hafen weiterhin als wichtiges Tor und Logistikdrehscheibe zwischen China und dem europäischen Markt und bietet zuverlässige und effiziente Transportlösungen für den beiderseitigen Handel.