Shanghai wird Modellregion für neue Sportvereine aus Deutschland

Shanghai wird Modellregion für neue Sportvereine aus Deutschland

Im Rahmen der EXPO 2010 wurde am 31.5 2010   ein wichtiger Vertrag zwischen Hamburg und China unterschrieben, der die Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten Shanghai und Hamburg weiter vertieft. Dabei geht es um den Aufbau und die Betreuung von Sportvereinen nach deutschem Muster, die Sport- und Bewegungsangebote für die chinesische Bevölkerung organisieren sollen. Der Kooperationsvertrag wird in Gegenwart des Ersten Bürgermeisters von Hamburg und der Vorsitzender der FUSC Herr Zhang Xinsheng, anlässlich des Expo-Besuchs einer Hamburger Senatsdelegation, unterzeichnet.

Die Stadt Shanghai wird die erste Region Chinas, in der die neuen Sportvereine geschaffen werden sollen. Die künftigen Mitglieder sollen dabei selbst aktiv werden und können sich somit bei der Organisation des Sports und des Clublebens in ihren Vereinen  unmittelbar einbringen.

 

In Deutschland sind ca. 30 % aller Bürger in einem Sportverein organisiert. Alleine  in der Partnerstadt Hamburg (1,7 Mio. Einwohner) gibt es rund 780 Sportvereine, die in allen Sportarten aktiv sind. Dazu gehört natürlich Wettkampfsport, aber auch der Sport nur zum Spaß und zur Pflege der Gesundheit. Junge und alte Bürger, Männer und Frauen, Kinder und ganze Familien sind gemeinsam aktiv und verbringen viel Freizeit in ihren Vereinen, die zumeist nur geringe Mitgliedsbeiträge kosten.
In China sollen für dieses Projekt vor allem die Sportstätten an den Hochschulen genutzt werden und zwar insbesondere dann, wenn der Studentensport die Hallen z.B. abends oder an den Wochenenden nicht selbst nutzt. Das Angebot soll möglichst viele Sportarten in regelmäßig stattfindenden Gruppen umfassen; darüber hinaus sollen vor allem auch Kurse zum Kennenlernen neuer Sportarten stattfinden.
Im ersten Schritt wird der chinesische Hochschulsportverband in Hamburg Mitarbeiter der Universitäten zu Sportvereinsmanagern ausbilden lassen, die dann vorort in China  Sportvereine eröffnen und Mitglieder akquirieren sollen.
In Beijing wird zudem ein nationales Organisationsbüro errichtet, das später die Ausbildung der Vereinsmanager übernehmen soll und die neuen Sportclubs im Sinne eines Verbandes führt.


Projektleiter ist der Hamburger Thomas Beyer. Er war fast 30 Jahre lang Leiter des Universitätssports von 17 Hamburger Hochschulen. Danach war er im internationalen Universitätssport aktiv. „Ich freue mich und bin stolz darauf, mit meinen chinesischen Sportfreunden bei diesem neuen und wichtigen Projekt zusammenarbeiten zu dürfen.“ sagt Thomas Beyer „und ich bin sicher, dass wir viele der Erfahrungen aus den deutschen Vereinen nutzen können. Ich bin selber in meiner Freizeit Vorsitzender eines großen Sportvereins mit fast 4.000 Mitgliedern, der sogar eigene Sportstätten für seine Mitglieder besitzt.“

Das Kooperationsprojekt zwischen Hamburg und Shanghai einerseits und die Führung durch das Bildungsministerium in Beijing versprechen eine spannende und neue Entwicklung für den Sport in China.

 

 
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