Wirtschaft Express Feb.2010

Wirtschaft Express Feb.2010

 

- GDP Wachstumsrate 2009
- Lining VS Nike
- Erdölimport
- Steuersenkung in China
- Freihandelszone zwischen China und Asean
- Unternehmerreise Wassersport- und Yachtindustrie in China

- GDP Wachstumsrate 2009
 Laut Bekanntmachung des chinesischen Statistikamtes betrug die Wachstumsrate in China im Jahr 2009 8,7 Prozent. China hat somit sein Wachstumsziel für das vergangene Jahr, das mit 8% angegeben war, übertroffen.

Die Wirtschaft in China hat sich quartalweise von der Wirtschaftskrise erholt. Das Wirtschaftswachstum betrug in 2009 entsprechend 6,2 Prozent im ersten, 7,9 Prozent im zweiten, 9,1 Prozent im dritten und 10,7 Prozent im vierten Quartal.

Die chinesische Wirtschaft wird nach Einschätzung von Experten im laufenden Jahr 2010 um neun Prozent wachsen. Dieses Wachstum wird der Regierung in Peking einen Spielraum für die Verbesserung der Industrieinfrastruktur und die Bekämpfung der erwarteten Inflation verschaffen. 

 

 

 

 

- Lining vs Nike
Im Jahr 2009 wurden in China zum ersten Mal mehr Sportartikel der chinesischen Marke Lining als der Marke Nike verkauft. Der Umsatz von Lining betrug etwa 8,3 Milliarden RMB, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zwei internationalen Riesen, Nike und Adidas, mussten ihre bisherige Führungsposition in China abgeben.

Als globales Unternehmen ist Lining nicht nur in China, sondern auch in den USA aktiv. Am 5. Januar 2010 wurde die erste Lining Filiale in Portland, in der Nähe des Firmensitzes von Nike eröffnet. Bereits 2008 wurde dort ein Forschungszentrum eingerichtet.

Des Weiteren hat Lining die Badmintonmarke Kason und die Tischtennismarke Double Happiness übernommen. Neben Sportbekleidung bietet Lining jetzt eine bereite Palette an Sportartikeln an.

Der Firmengründer Li Ning war einer der erfolgreichsten Sportler in China. Nachdem er sich aus dem aktiven Sport zurückgezogen hatte, gründete er 1990 eine nach seinem Namen benannte Firma. 2004 wurde die Firma als erste Sportwarenfirma aus Festland Chinas an der Hongkonger Börse gelistet. 2008 hat Li Ning der Eroeffnung der Olympischen Sommerspielen in Peking die olympische Flamme entzündet. Dies war eine perfekte Vermarktung der Marke Lining.

 

- Erdölimport
Nach Angaben des Zollamtes hat China 2009 rund 204 Millionen Tonnen Rohöl importiert. Somit ist der Abhängigkeitsgrad vom Ausland in der Erdölversorgung auf 52 Prozent gestiegen. Dies sind zwei Prozent über die internationale Warnquote.

China ist erst seit 1993 Nettoimportland von Erdöl. Nur 16 Jahre später hat China die Warnquote überschritten.

Gründe für die Erhöhung der Erdölnachfrage in China:
1. Rasantes Wirtschaftswachstum
2. Ausbau und Aufbau von Raffinerien
3. Bildung von Erdölreserven
4. Senkung der inländischen Erdölproduktion

Laut Prognosen wird die Abhängigkeit Chinas vom Erdölimport in den nächsten zehn Jahren auf über 64 Prozent steigen. 2009 wurde China zum wichtigsten Absatzmarkt der Automobilindustrie. Nach der Einschätzung von Branchenexperten wird sich diese Tendenz fortsetzen. 

Die Regierung und die Wirtschaft warnen: Nicht nur die Sicherheit der Erdöllieferungen muss garantiert, sondern auch Ersatzenergie geplant und energieeffiziente Maßnahmen getroffen werden. Aktives Vorgehen, z.B. Beteiligungen an Ölfeldern und Investitionen in anderen Energiebereichen werden entsprechend gefördert.  

- Steuersenkung in China
Um die Binnennachfrage in China zu fördern, sind derzeit nach Angaben von regierungsnahen Experten Steuersenkungen geplant.

Einkommens- und Konsumgütersteuer stehen dabei im Mittelpunkt. Um die Kaufkraft zu fördern, sind Entlastungen bei der Einkommenssteuer der Mittelschicht vorgesehen. 

Anfang dieses Jahres hat sich der Schwerpunkt der Steuerbegünstigungen geändert. Seit dem 1. Januar 2010 ist die Beschaffungssteuer beim Kauf von Automobilien von 5 auf 7,5 Prozent erhöht worden. Die Frist für die Befreiung von Umsatzsteuer beim Immobilienkauf wurde von 2 auf 5 Jahre verlängert. Dies gilt als ein deutliches Signal und als Vorbeugungspolitik der Zentralregierung gegen Überhitzung der Wirtschaft und Entstehung von Kapitalblasen in Immobilienbereich.  

- Freihandelszone zwischen China und Asean
Am 1. Januar ist das Freihandelsabkommen zwischen China und der Gemeinschaft Südostasiatischer Nationen, kurz ASEAN (von engl. Association of Southeast Asian Nations) in Kraft getreten. Mit 1,9 Milliarden Einwohnern und etwa 6000 Milliarden US Dollar Inlandproduktion ist es, gemessen an der Bevölkerungszahl, die größte Freihandelszone der Welt. Die Asean hat zehn Mitgliedstaaten, die in zwei Gruppen, alte Mitgliedsländer und neue Mitgliedsländer geteilt werden. Zwischen den sechs alten Mitgliedsländern (Indonesien, Brunei, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand) und der Volksrepublik China sind die Zölle am 1. Januar 2010 weggefallen  Für die vier neue Mitgliedländer (Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma) werden die Zölle Schritt für Schritt bis auf Null reduziert. Innerhalb der Zone wird der Austausch der Waren mit einem „Certificate of Origin” günstiger. 

- Unternehmerreise Wassersport- und Yachtindustrie in China
Ein Hamburger Unternehmen organisiert vom 07.04 bis zum 16.04.2010 eine Unternehmerreise Wassersport- und Yachtindustrie in China. Für weitere Informationen erhalten Sie unter dem folgenden Internetlink.
http://mussenbrockwang.com/index.php/newsreader/items/unternehmerreise-wassersport--und-yachtindustrie-in-china.html

  

 
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