Quellenmärkte für Hamburg

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Die  35. Deutsche Tourismusanalyse besagt, dass fast zwei Drittel der Deutschen im letzten Jahr verreist sind – auch dank guter Konjunkturlage.

Professor Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der BAT- Stiftung für Zukunftsfragen, erklärte bei der Vorstellung der Studie, dass eine florierende Wirtschaft und geringe Arbeitslosigkeit die Hauptgründe für den Reiseboom im Jahr 2018 waren. Demnach haben 62 Prozent aller Deutschen letztes Jahr ihre Koffer gepackt, so viele wie nie zuvor seit Beginn der Tourismusanalyse.

Das eigene Land bleibt das beliebteste Reiseziel der Deutschen. 448,1 Mio. Übernachtungen in Deutschland registrierte das Statistische Bundesamt im Zeitraum von Januar bis November 2018, davon kamen 82 Prozent aus dem Inland und 18 Prozent aus dem Ausland. Die Top-3-Fernreise-Ziele waren 2018 Asien/Fernost, Nordamerika und Nordafrika.

Einen anhaltenden Boom sieht Professor Reinhardt im Bereich des Kreuzfahrttourismus und den Städtereisen. Hamburg sei dabei schon immer ein attraktives Reiseziel gewesen, dank der Elbphilharmonie fände sich die Stadt nun jedoch auf der Weltkarte für Städtereisende. „Die Elbphilharmonie ist ein echter Glücksgriff und ihre Attraktivität dürfte auch in den kommenden Jahren anhalten.“

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Zeitraum von Januar bis November 2018 in Hamburg 13,4 Mio. Übernachtungen, davon kamen 75 Prozent aus dem Inland (+ 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und 25 Prozent aus dem Ausland (+ 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). 5,8 Prozent der Besucher der Hansestadt kommen aus China, so die Statistik. Damit rangiert China unter den Top 18 ausländischen Quellenmärkten für Hamburg.

Im Schnitt 13 Tage im Jahr gehen die Deutschen auf Reisen. „Urlaub bleibt auch 2019 die populärste Form des Glücks“, argumentiert Reinhardt. Jeder zweite Deutsche plane im kommenden Jahr eine Reise. Allerdings gibt er zu bedenken, dass der Brexit und der Handelsstreit mit den USA, sowie die Angst vor Terroranschlägen oder einer einsetzenden Rezession den Tourismus negativ beeinflussen können. Ob die Politik jedoch das Urlaubsvergnügen trüben können wird, hänge sehr davon ab, wie sich die Welt in den kommenden Monaten entwickle, betonte der Zukunftswissenschaftler.

Quellen:
https://www.hamburg-news.hamburg/de/tourismus/tourismusanalyse-reiselust-nie-so-gross-wie-2018/
http://www.tourismusanalyse.de/

March 6 2019
Read 49 times Last modified on Dienstag, 26 März 2019 03:15