Hamburg Liaison Office

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Hamburger Bildungspool

Die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai besteht seit dem Jahr 1986. Seitdem gibt es auch die Vertretung der Hansestadt in Shanghai: das Hamburg Liaison Office (HLO). Neben dem Schwerpunkt Hafen und Logistik ist die Hamburger Repräsentanz auch in anderen Bereichen aktiv. Diese beinhalten auch Projekte im Bereich Bildung, Kultur und Training. Auch regelmäßige Veranstaltungen für das Hamburg-China Alumni-Netzwerk werden durch das HLO organisiert.

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung, die Senatskanzlei und das HLO haben 2014 in einem Gemeinschaftsprojekt den Hamburger Bildungspool China ins Leben gerufen, mit dem Zweck die Hamburger Bildungseinrichtungen bei der Umsetzung ihrer Projekte durch vertiefte Beratung und administrative Hilfestellung zu unterstützen, sowie als Standort zu bewerben.

Das HLO vertritt die Interessen der Universität Hamburg, der Bucerius Law School, sowie der Kühne Logistics University in China. Die Mitglieder des Pools können auf die langjährige Erfahrung des Büros in der China-Deutschland Kooperation und die guten Kontakte sowohl zu Universitäten in China als auch zu den entsprechenden Behörden im Politik- und Wirtschaftsbereich zurückgreifen. Auf Basis der politischen Verankerung kann auch eine Integration mit bestehenden Projekten (Alumni Netzwerk, Austauschprogramme, Promotionsaktivitäten) erfolgreich durchgeführt bzw. neue Forschungs- und Universitätskooperationen mit deutschen Hochschulen und Institutionen herbeigeführt werden.

Die Idee des Pools beinhaltet Unterstützung in folgenden Feldern: eine exklusive Erledigung einzelner Anfragen und Anforderungen der Partner des Pools, sowie die Schaffung von Synergieeffekten durch die gemeinsame Vertretung im Sinne einer permanenten Darstellung aller Einzelangebote Hamburger Bildungsträger und des Bildungsstandortes insgesamt. Die Hamburger Repräsentanz bietet dafür hauptsächlich in fünf Aspekten verschiedene praktische Dienstleistungen: Promotion der Partner in China, Anlaufstelle vor Ort für potenzielle Kandidaten, Entwicklung und Betreuung von Kooperationsprojekten, Betreuung des örtlichen Alumninetzwerkes, sowie die Übernahme von Leistungen in Vorbereitung auf einen Aufenthalt in Hamburg. 

Vorstellung der Mitglieder im Bildungspool

Universität Hamburg

Mit mehr als 41.000 Studierenden ist die Universität Hamburg (UHH) eine der größten Universitäten Nordeuropas. Rund 170 Studiengänge, darunter ca. 25 englischsprachige Masterprogramme, spiegeln die Vielfalt einer Volluniversität wider. Sie sind in acht Fakultäten organisiert: Rechtswissenschaft; Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; Medizin; Geisteswissenschaften; Erziehungswissenschaft; Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften; Psychologie und Bewegungswissenschaft sowie Betriebswirtschaft.

An der UHH sind fast 5.000 ausländische Studierende aus mehr als 130 Ländern eingeschrieben. Besonders für Postgraduierte und Doktoranden ist die UHH als Forschungsstandort interessant. In Rahmen der bundesweiten Exzellenzinitiative erhielt die Universität Hamburg Förderung für ein Exzellenzcluster in der Klimaforschung („Integrated Climate System Analysis and Prediction“) und ein weiteres in der Physik („Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“). Zu den leistungsstärksten Forschungsschwerpunkten der UHH gehören Klima, Erde und Umwelt, Materie und Universum, Neurowissenschaften, Manuskriptforschung, Law and Economics, Heterogenität und Bildung, Infektionsforschung, Gesundheitsökonomie sowie Mehrsprachigkeit.

Das internationale Netzwerk der UHH erstreckt sich über alle Kontinente. Im Bereich der internationalen Kooperationen gehört China für die UHH zu den wichtigsten Regionen. Mit der Fudan University in Shanghai und der australischen Macquarie University pflegt sie ein trilaterales strategisches Netzwerk, das vom DAAD gefördert wird. Darüber hinaus besteht eine Vielzahl von weiteren erfolgreichen Projekten mit chinesischen Hochschulen, die die Internationalität in Forschung und Lehre fördern: Die China-EU School of Law (CESL) an der China University of Political Science and Law und das internationale Graduiertenkolleg „Cross-Modal Interaction in Natural and Artificial Cognitive Systems“ (CINACS) in Kooperation mit der Tsinghua University sind zwei Beispiele hiervon. 

Bucerius Law School

Die Bucerius Law School (BLS) in Hamburg ist die erste private Hochschule für Rechtswissenschaft und wird kontinuierlich als beste juristische Fakultät gerankt. Sie wurde im Jahr 2000 von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gegründet. Das Leitbild der BLS lautet „Freiheit des Denkens – universitäre Erneuerung – gesellschaftliche Verantwortung“. Ein besonderes Merkmal der Ausbildung ist ihr internationales Profil. So ist unter anderem ein Auslandssemester für alle Studierenden obligatorisch. Aktuell kooperiert die BLS mit rund 100 Partnerhochschulen weltweit.

In China bestehen bereits Kooperationen mit der Fudan University Law School Shanghai, der Peking University School of Transnational Law in Shenzhen und der University of Hong Kong.

Die Bucerius Law School bietet ein Masterprogramm (Master of Law and Business) an, das je nach Vorbildung und Schwerpunktsetzung zu zwei unterschiedlichen Abschlüssen führen kann: einen Master of Laws oder einem Master of Law and Business. Das Studienprogramm dauert ein Jahr, wird auf Englisch unterrichtet und beinhaltet ein achtwöchiges Praktikum. Das Masterprogramm richtet sich sowohl an Absolventen der Rechtswissenschaften als auch der Wirtschaftswissenschaften. Ein Master an der BLS ist für die Absolventen karrierefördernd und zeichnet sich durch hervorragende Dozenten aus der Akademia und Praxis sowie eine exzellente administrative Unterstützung aus.

Weiterhin bietet die Hochschule zwei dreiwöchige Summer Schools an: International Business Law und International IP Transactions. Das Angebot richtet sich an Jurastudierende in höheren Semestern sowie Absolventen des Bachelor-Studienganges. Die Summer Schools bieten praxisorientiertes Lernen und finden vom 13.07.-31.7.2015 statt.

Kühne Logistics University

Die Kühne Logistics University – Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung (KLU) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule in Hamburg. Ihre Trägerin ist die Kühne Logistics University GmbH, deren alleinige Gesellschafterin die gemeinnützige Kühne Stiftung mit Sitz in Schindellegi in der Schweiz ist. Die Stiftung fördert in erster Linie Aus- und Weiterbildung, sowie Forschung und Wissenschaft im Bereich Verkehrswirtschaft und Logistik. Der Standort der KLU ist die HafenCity in Hamburg.

Die KLU besteht aus zwei Fakultäten, dem "Department of Logistics" und dem "Department of Management & Economics". Mit derzeit 15 Professuren bildet die Hochschule Forschungsgebiete der Logistik, des Managements sowie der Unternehmensführung ab. Die Verkehrssprache ist Englisch. Forschungsdekan an der KLU ist Sönke Albers, die Studiendekanin ist Sandra Transchel.

Für Vollzeitstudierende bietet die KLU Programme mit folgenden Abschlüssen an: B.Sc. in Management with Specialization in General or Logistics Management, M.Sc. in Global Logistics, sowie M.Sc. in Management, Executive MBA in Logistics & Leadership, PhD Doktoratsstudium.

Die Gebühren für das zweijährige Masterstudium betragen 22.000 Euro, die für das dreijährige Bachelorstudium 27.000 Euro im Standardtrack bzw. 31.200 Euro im Intensivtrack (Stand April 2014). Darüber hinaus werden Weiterbildungsprogramme speziell für Führungskräfte in Form von Seminaren, Summer und Autumn Schools bereitgestellt, welche in Kooperation mit ausländischen Hochschulen entwickelt wurden.

Die KLU bietet ihren Studierenden interdisziplinär ausgerichtete Studienprogramme in kleinen Klassenverbänden an. Praxisbezug und –relevanz ist eine der Schlüsselkomponenten während der gesamten Ausbildung. Ein internationaler Charakter wird durch die kulturelle Vielfalt unter den Lehrenden und Studierenden erreicht. Ein fester Bestandteil des Studiums ist zudem ein Praktikum im In- oder Ausland, bzw. ein Studienaufenthalt an einer der Partnerhochschulen der KLU. Derzeitig besitzt die KLU mehr als 25 Partner in Europa, Afrika, Amerika und Asien.

Um sich an der KLU bewerben zu können, müssen neben den Standardunterlagen (Hochschulzugangsberechtigung) auch ein Toefl (iBt 95) oder Ielts (Band 6.5) vorgelegt, sowie ein Zulassungsinterview geführt werden. Bewerbungen können ganzjährig eingereicht werden, ein frühzeitiges Einsenden der Unterlagen wird jedoch seitens der Hochschule begrüßt. Die Deadline für im September beginnende Programme ist der 30. Juni. Bewerbungen, die vor dem 31. Dezember eingegangen sind, wird zudem ein “early bird”-Rabatt von 10% auf die gesamten Studiengebühren gewährt.